Körpersprache für Aussteller

Körpersprache für Aussteller

Author: press@expotor.com - Company: Exp...
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Trotz der gängigen Konventionen, die Körpersprache im Verkauf allgemein betreffen, findet man auf Messen trotzdem hin und wieder Messestände, wo man sich als potentieller Kunde schlecht aufgenommen oder ignoriert fühlt. Um solche Situationen zu vermeiden, gibt es als Ausstellende einige wichtige Dinge, die beachtet werden sollten. Grundlegende Regeln sind vermutlich jedem oder jeder bewusst – Arme verschränken, in die Luft gucken oder sitzen bleiben, wenn man angesprochen wird, sind natürlich ein „no go“. Trotzdem sind die Grenzen zwischen aufmerksam und aufdringlich leider oftmals leicht übertreten.

Generell ist es natürlich wichtig, sich umzuschauen und zu registrieren, welcher Messebesucher aufgeschlossen und interessiert wirkt und welcher nicht. Dabei kann man ganz einfach nach einer Regel vorgehen, wie man sie aus der Schule kennt: Wenn der Lehrer eine Frage in den Klassenraum stellt, schauen ihm plötzlich alle Schüler angestrengt nicht in die Augen. Genau so verhält es sich bei Messen. Kein Blickkontakt bedeutet fast immer kein Interesse an Interaktion. Sobald man Blickkontakt mit einem Besucher hergestellt hat und er sich in einer Distanz befindet, die ein Gespräch zulässt, darf man einen Gesprächsversuch wagen.

Hierbei ist allerdings wichtig, nicht zu aggressiv zu wirken und gewisse Mimik gezielt einzusetzen. Möglichst intensiv in die Gegend zu starren und zu versuchen, jemanden dabei zu erwischen, wie er einen ansieht und dabei noch möglichst stur lächeln ist natürlich abschreckend. Besser ist es, einen aufgeschlossenen Gesichtsausdruck beizubehalten und möglichst entspannt die Besucher anzuschauen, bis man mit jemandem im Blickkontakt steht.

Wenn man sich bereits in einem Gespräch befindet und ein weiterer Besucher den Stand betritt, gilt es, ihn oder sie zu ermutigen, aber nicht zu sehr aufzufordern. Begrüßungen und Blickkontakt sollen das Gefühl geben, gesehen worden zu sein. Oft passiert es aber auch, dass Besucher dann bereits mit einer kurzen Zwischenfrage das laufende Gespräch unterbrechen können. Um sicherzugehen sollten sie also kurz mitteilen, dass sie gleich für ihren Gast da sein werden.

In Verkaufsgesprächen ist es außerdem wichtig, möglichst entspannt zu sein. Verkrampftheit kann zu einer unangenehmen Atmosphäre führen und es ist wichtig, dass Besucher sich an ihrem Stand wohlfühlen. Um Missverständnisse zu vermeiden sollten sie die oben genannten Gesten und Verhaltensmuster möglichst nicht zeigen – das heißt aber nicht, dass sie die ganze Zeit konzentriert darauf achten müssen, ja nicht die Arme zu verschränken. Das kann im richtigen Moment auch einfach nur bedeuten, dass sie ihrem Gast aufmerksam zuhören und über das Gesagte nachdenken, ohne direkt darauf zu reagieren. Solange ihre Mimik Offenheit und Interesse ausdrückt, brauchen sie sich nicht zu große Sorgen zu machen.

Das Wichtigste beim Verkaufsgespräch am Messestand ist also, möglichst natürlich und entspannt zu wirken. Natürlichkeit ist sympathisch und es wird ihnen wesentlich leichter fallen, in ein angenehmes Gespräch mit ihren Besuchern einzusteigen.